Der Austausch eines einzelnen Fensters kostet 2026 inklusive Montage meist zwischen 350 und 750 Euro; für ein komplettes Einfamilienhaus mit 12 bis 15 Fenstern sollten Sie mit rund 6.000 bis 14.000 Euro rechnen. Wie viel es bei Ihnen wird, hängt vor allem von Größe, Profilsystem und Einbausituation ab. Ihren konkreten Preis sehen Sie sofort im Fenster-Konfigurator – ohne Vertreterbesuch.
Was kostet der Fenstertausch pro Fenster?
Der Gesamtpreis setzt sich aus drei Posten zusammen: dem Fenster selbst, der Montage und – falls nötig – Nebenarbeiten wie Fensterbänken oder Putzarbeiten.
| Posten | Kosten (Richtwert) |
|---|---|
| Kunststofffenster nach Maß, 1.000 × 1.200 mm, Dreifachverglasung | ca. 260 – 310 € |
| Kunststofffenster nach Maß, 1.200 × 1.200 mm | ca. 285 – 350 € |
| Großes Fenster, 1.500 × 1.500 mm | ca. 420 – 480 € |
| Demontage des alten Fensters + Einbau | ca. 100 – 250 € pro Fenster |
| Entsorgung Altfenster | ca. 20 – 50 € pro Element |
| Innenfensterbank | ca. 40 – 120 € |
Die Materialpreise oben sind echte Konfigurator-Preise für maßgefertigte Fenster mit Dreifachverglasung, weiß, Dreh-Kipp – keine Schätzungen.
Beispiel: Einfamilienhaus komplett
Ein typisches Einfamilienhaus hat 12 bis 15 Fenster unterschiedlicher Größe. Bei Standardmaßen, weißem Profil und Dreifachverglasung liegen die reinen Materialkosten meist bei 4.000 bis 7.000 Euro. Kommen Montage, Entsorgung und Fensterbänke dazu, landen Sie bei rund 8.000 bis 14.000 Euro. Wer die Fenster selbst einbaut oder einbauen lässt und nur liefern lässt, spart den Montageanteil komplett.
Wann lohnt sich der Austausch?
- Alter über 20 Jahre: Fenster aus den 1990ern haben oft Uw-Werte um 2,5–3,0 W/(m²·K). Moderne Dreifachfenster erreichen etwa 0,87 – das ist rund ein Drittel des Wärmeverlusts.
- Zugluft und Kondenswasser: beschlagene Scheiben von innen und feuchte Ecken sind klassische Anzeichen.
- Undichte Dichtungen und schwergängige Beschläge: ab einem gewissen Alter lohnt Reparatur seltener als Austausch.
- Bei ohnehin geplanter Sanierung: Gerüst, Putz und Innenarbeiten fallen dann nur einmal an.
Förderung: Was der Staat beim Fenstertausch zahlt
Für den Austausch alter Fenster gibt es Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Voraussetzung ist ein Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²·K) für das gesamte Fenster. Moderne dreifach verglaste Fenster in 82- oder 92-mm-Systemen erreichen etwa 0,87 – also innerhalb der Grenze, ganz ohne teure Sonderausstattung wie Krypton-Füllung. Zweifachverglasung erfüllt zwar die gesetzliche Mindestanforderung (Uw ≤ 1,3 nach GEG), qualifiziert aber nicht für die Förderung.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden, und in vielen Fällen ist ein Energieberater einzubinden. Die genauen Sätze ändern sich – prüfen Sie den aktuellen Stand bei BAFA oder KfW.
So sparen Sie beim Fenstertausch
- Alle Fenster gemeinsam bestellen: ein Transport, ein Montagetermin statt mehrerer Anfahrten.
- Weiß statt Farbe: folierte Farben kosten spürbar Aufpreis; weiß ist ab Werk günstiger.
- Standardmaße nutzen, wo möglich – bei Maßanfertigung zählt jeder Millimeter, aber ungewöhnliche Formen (Rundbogen, Schrägen) kosten extra.
- Selbst messen statt Aufmaß-Service: wer sauber misst, spart die Aufmaßpauschale. Wichtig: das bestellte Maß ist das Produktionsmaß des Fensters – vom Mauer-Öffnungsmaß also Breite 20–30 mm und Höhe 30–50 mm abziehen.
- Montage getrennt vergeben: Lieferung frei Haus plus eigener Monteur ist oft günstiger als ein Komplettpaket.
Selbst einbauen oder einbauen lassen?
Der fachgerechte Einbau entscheidet über Dichtheit und Förderfähigkeit: Fenster müssen innen luftdicht und außen schlagregendicht angeschlossen werden. Wer handwerklich sicher ist, kann einzelne Fenster selbst setzen – bei bodentiefen Elementen, schweren Hebe-Schiebetüren oder Fördermaßnahmen ist ein Fachbetrieb die sichere Wahl. Wir liefern deutschlandweit frei Haus (versandkostenfrei ab 2.100 € Bestellwert) und organisieren auf Wunsch Aufmaß ab 89 € und die Montage über geprüfte Betriebe.
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Sie brauchen für die Sanierung weitere Gewerke (Fassade, Elektrik, Dach)? Auf unserem Auftragsportal stellen Sie den Auftrag kostenlos ein und Fachbetriebe aus Ihrer Region melden sich: bauauftragportal.de.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Fenster austauschen zu lassen?
Für ein Standardfenster nach Maß inklusive Demontage, Einbau und Entsorgung liegen die Kosten meist bei 350 bis 750 Euro. Der Materialpreis allein beginnt bei etwa 260 Euro.
Wie lange dauert der Austausch pro Fenster?
Der reine Wechsel dauert je nach Größe und Einbausituation etwa ein bis drei Stunden pro Fenster. Für ein Einfamilienhaus plant man üblicherweise ein bis zwei Tage.
Muss die alte Fensterbank mit getauscht werden?
Nicht zwingend. Bleibt das Maß gleich, kann die Außenfensterbank oft bleiben; innen wird sie beim Austausch häufig erneuert, weil sie beim Ausbau beschädigt wird.
Lohnt sich Krypton statt Argon?
In den meisten Fällen nicht. Dreifachverglasung mit Argon erreicht bereits rund Uw 0,87 und damit die Fördergrenze. Krypton lohnt fast nur bei sehr kleinen Fenstern, bei denen der Rahmenanteil den U-Wert nach oben zieht.
Bekomme ich Förderung für neue Fenster?
Ja, über die BEG-Einzelmaßnahmen, wenn das Fenster Uw ≤ 0,95 W/(m²·K) erreicht und der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt wird.